Coverage: re:publica 1. Tag
am 14 April 2010 von MaxDies ist ein Sammelpost zur re:publica. Deshalb wird dieser Beitrag fortlaufend erweitert.
Ende des ersten Tages
Leider verabschiedet sich gerade das WLAN und UMTS möchte auch keinen Datenaustausch mehr zulassen. Allerdings war die Twitterlesung eher leichte Unterhaltung und die anschließende “Feel free and drink a beer with us at the kalkscheune”-Veranstaltung größtenteils nicht hierfür relevant.
20:50
Tschuldigung, aber irgendwann sollte auch Sascha Lobo ein Ende finden. Genug der Selbstpräsentation und weiter mit einer abwechslungsreichen Diskussion.
20:22
Muss man noch darüber empört sein, dass Sascha Lobo schon nach der Hälfte seine Vortrags sagt, dass er um 20 Minuten überziehen wird.
20:14
Sascha Lobo as it’s best. Heute erzählt er uns über seine subjektive Einschätzungen von verbalen Beleidigungen gegen ihn.
Dabei wird ganz seiner Art unterschieden zwischen Kritik und “Shitstorming” (Flut von unangebrachten Beleidigungen). Warum? Weil das Internet die Realität ist und nicht kontrolliert werden kann. Immerhin gibts auch in der Wirklichkeit Personen, welche “Du bist ein Arschloch!” sagen.
19:50
Es sind nicht ganz so viele Zuhörer bei einer Session anwesend die unter dem Namen “Sex & the internet” gehalten wird. Die amerikanische Sex-Bloggerin Melissa Gita Grant präsentiert ein Internet, wo Sex überall ist. Aber nicht, weil das Internet voll von Pornos ist, sondern weil wir alle Sexualität ausüben. Da der Vortrag recht zügig gehalten wurde und auch die Fragen schnell beantwortete, verwendete die Melissa die rechtliche Zeit mit Chatroulette.
Das war wahrscheinlich auch schon das Highlight des Tages. Um zu zeigen, dass Chatroulette nicht nur für Perverse ist, sondern eine Kommunikationsplattform, wird eine Chatroulette-Session gemacht. Leider schalten von gefühlten 15 Personen 10 sofort weg. 2 dieser Personen, sind allerdings Männer, welche ihr “bestens Stück verwöhnen”. Das war ein unglaubliches Gelächter im Saal.
17:35
Aussage: “Ihr Europäer habt immer Angst davor, dass einzelne Seite gesperrt werden. Im Nahen Osten ist das Blocken brutale Realität.” Das, womit wir unter anderem unser Geld verdienen, existiert dort nicht: Facebook Blocked!, Facebook-Klon Blocked!, Blogger Blocked! YouTube Blocked!. Diese Liste kann man immer weiterführen. Und wenn man doch versucht etwas online zu veröffenlichen? “You just get arrested for some (unknown) time.”
17:24
Mit fast einer halben Stunde beginnt eine Session über internationales Blogging. Eine Podiumsdiskusion mit Bloggern aus USA, Bachrain und China. Interessant zu hören, dass bei politischen Bloggern drei Tabu-Themen existieren: Sex, Religion und Politik.
Das Problem in Bachrain ist das System. Alle Medien (TV, Zeitungen, …) gehören der Regierung und deren Inhalt wird selektiert. Blogger werden als eine Gefahr für das System betrachtet, da sie auf Kommunikation und Meinungsäußerung basieren.
17:07
Kritik: Es wurden keine (oder nur sehr wenig) Zeit für Pausen gelassen. Sessions geraten in Verzug und man kann nicht mal aufs Klo oder an die Bar ohne das Gefühl zu bekommen, dass man etwas verpasst.
16:22
Geld verdienen mit Blogs ist nichts zwischendurch. Sehr schöne Richtlinien über den Lifestyle des Full-Time-Bloggers. Dabei geht er besonders auf die Community und Sharing in Netzwerken ein und hat auf seiner Präsentationsfolie aussagekräftige Schlagzeilen.
Und was Blogs besser macht als die Printmedien: Kommunikation.
16:16
Und als nächstes in meinem Zeitplan: “Wie man mit Bloggen Geld verdienen kann” von einem gewissen Sascha Pallenberg, der (nach eigener Aussage) über 10.000 Euro im Monat verdient.
Die ersten Sessions in der Kalkscheune verschieben sich schon um 10 Minuten.
16:08
Die Software mixd.tv ist sowohl interessant, weil sie open source ist und zum anderen weil es ein schönes Konzept ist. Es gab viele rechtliche Streitfragen um Lizenzen (und ähnliches). Danke aber auf jeden Fall an Kristian Müller, der mir einige Test-Codes für die private Beta gegeben hat.
15:13
Auch Workshops werden auf der re:publica angeboten. Name ist etwas verwirrend, weil es net um Zusammenarbeit geht, sondern eher eine Produkt/Dienstleistungs-Präsentation mit anschließender Feedback ist.
Dabei höre ich gerade den Machern von mixd.tv zu. Dabei geht es um eine sehr offene Medienplattform (welche in Python programmiert ist).
Probleme gegenüber normalen Plattformen:
1. Videos finden (ich muss mehrere Seiten durchsuchen)
2. Formate und Zugang (Bei manchen Portalen muss ich mich anmelden oder die Inhalte sind nur über einen begrenzten Zeitraum verfügbar.)
3. Online-Zwang (Ich kann nur das Video ansehen, wenn ich online bin, aber nicht speichern)
14:26
Leider die Session gewechselt und nun erzählt Sven Dietrichs mir etwas über Katzencontent im Internet. Wer Katzenkontent nun für überflüssig hält, der soll mal forschen, was in den Printmedien (am besten mal mit googlealert suchen) zu Katzen zu finden ist.
Interessanter ist vielmehr die Tatsache, dass der Präsentator festgestellt hat, dass die meisten Katzen auf Facebook bereits die maximale Anzahl an Freunden erreicht haben und nun keine neuen Freunde mehr haben können.
14:09
Nächster Vortrag. Eher etwas ruhiges/weniger besuchtes: Die Internet-Kultur in Brasilien. Ronaldo Lemos (Creative Commons Brasilien) fängt an über die “LAN Houses” in Brasilien zu erzählen.
Während meiner Mittagspause auch einen sehr gestressten Mario Sixtus rauchen gesehen.
14:05
13:25
Jeff Jarvis ist fertig. In meinen Augen ist der Mann ein Genie (und ich hatte den Eindruck, dass die anderen Zuhörer ein ähnliches Bild von ihm haben). Seine Präsentation war sehr gelungen. Er hat es sehr unterhaltsam und wissenswert Präsentiert.
Es gab sehr gute Ansätze und Meinungsbilder zu den Themen von Privacy und Public Content. Ich bin auch sehr bewegt, dass er sogar einige Minuten für mich hatte (was dazu führt, dass er jetzt noch draußen vor dem Saal in einer Traube von Menschen steht). Eine Empfehlung von Jeff war u.A. der Podcast This week in google
Jetzt gehts erstmal in die Mittagspause.
12:10
Jeff Jarvis kann gebrochen deutsch. Seine Session “German Paradox” über die Privatsphäre in Deutschland. Sehr interessant und auch lustig, da er immer mal wieder deutsche Wörter benutzt.
Handabstimmung von J.Jarvis ergab “75% der Anwesenden haben einen Blog”.
Link zum Blogeintrag zur Session
11:53
Jetzt frühzeitiger zum nächsten Vortrag. Im großen Hauptsaal des Friedrichspalasts ist natürlich etwas mehr Platz als in der Kalkscheune. In 5 Minuten kommt Jeff Jarvis auf die Bühne. Schon während dieser kurzen Zeilen füllen sich die Plätze sehr deutlich.
Würde gerne mal ein Foto von oben machen, aber bin froh, überhaupt so nen guten Sitzplatz zu haben.
Mein Beileid an meinen Freund Tom Klose, welcher leider zeitgleich einen Vortrag über “Design thinking” hält. Wird hoffentlich trotzdem voll.
11:41
Ich bin gut auf der re:publica angekommen. Erster Eindruck: Gut besucht. Die 10 Minuten Warteschlange an der Anmeldung ging durch interessante Gespräche schnell vorbei.
Länger war meine erste ausgewählte Session “Social Media und Television” (oder so ähnlich) so überfüllt, dass die Leute teilweise schon vor der Tür standen. Für mich keine Möglichkeit des Zuhörens.
WLAN ist anwesend. Funktioniert teilweise aber nicht so stabil. Stürzt wegen der tausend Benutzer wohl ständig ab.

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![IMG_1833[1]](http://farm3.static.flickr.com/2742/4520645044_a5b2a80840.jpg)
![IMG_1855[1]](http://farm5.static.flickr.com/4001/4520009087_c87f603815.jpg)




14 April 2010 um 11:39
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von SocialMediathek erwähnt. SocialMediathek sagte: Wir sind auf der re:publica 2010 ! Unsere Berichterstattung unter: http://blog.posar.de/coverage-republica-1-tag/366/ http://bit.ly/aSN2Nb [...]