Coverage: re:publica 2. Tag
am 15 April 2010 von MaxDieser Blogpost gilt als Sammelpost für den zweiten Tag der re:publica 2010 in Berlin.
20:50
Einen gröhnenden Abschluss des Tages bietet der “LABER FLASH MOB!”. Dabei werden unterhaltsamme Geschichten live erarbeitet, wobei es nicht ganz so auf den Wahrheitsgehalt ankommt.
19:30
Gewinner der Kategorie “Best of Blogs – German” ist Der Postillon, welcher sarkastische Newsmeldungen (ähnlich zu “The Onion”) verfasst.
Alle weiteren Gewinner sind unter thebobs.com zu finden.
19:11
Deutsche Welle präsentiert auf der re:publica die BOBs (Best Of Blogs). Dieser Award ist eine der wenigen Auszeichnungen (und sogar international anerkannt), welche für Blogs verliehen werden. Neben der Vorstellung der Gewinner, gibts es vorher einen Rückblick auf die Gewinner der vergangen Jahre (Hall of Fame) und was seitdem so passiert ist. Anschließend gibt es natürlich eine ausführliches Q&A mit den Gewinnern.
18:54
An Kodak sollten sich auch andere Unternehmen mal ein Beispiel nehmen: “Social Media ist zum Teil auch ausgelagerter Custormer Service.” Aber wieso hat eigentlich jeder Redner ein tragbares Microphone, nur bei Kodaks, wird nen Rednerpult benutzt.
18:47
Sehr interessante Session über die Kodak-Socialmedia-Kampagne. Madleen Nicolaus ist noch frisch bei Kodak und berichtet deshalb nicht über das Unternehmen und dessen Geschichte, sondern aktuelle Vorgehen im Social-Media-Bereich.
Ein neues Wort in meinen Wortschatz aufgenommen: Return of Ignoring (Was sind die Kosten, wenn ich Social Media ignoriere?). Daran sieht man, dass Kodak Europa nicht nur Social Media nutzt, sondern sich auch daran beteiligt und weiterdenkte/Innovationen setzt.
Kleiner Wehrmutstropfen ist dann aber doch das Marketing-Video.

18:18
Unglaublich, wie schnell man zum Meinungsbildner werden kann. Durch nur 2 gezielte Fragen an die Blogtypologie-Jungs wurde ich zu 2 (nacheinander) Audio-Interviews zum Thema Blogs gebeten. Sowas stärkt das Selbstwertgefühl und bestätigt, dass man die richtigen Fragen stellt.
17:34
Bei der Typologie der Blogger an sich, ist die wichtigste Quelle Technorati. Dort werden die Blogger nach der Grad der Professionalisierung differenziert: Hobbyists, Part Timers, Self-Employeds, Corparate Blogger.
17:24
Die Blogtypologie-Session ist ein gutes Sammelsorium von verschiedenen Quellen. Allerdings wird es schon nach 15 Minuten einseitig, da nur Autoren/Dozenten zitiert werden und deren Unterscheidungen der Blogs erklärt. Zum Teil sind diese Aussagen schon 10 Jahre alt. Ich hätte gerne etwas Neues beziehungsweise persönliche Einschätzung gehört und darüber diskutiert.
Nach der zehnten Quelle, leer sich der Raum bis auf die Hälfte. Eigentlich schade, aber verständlich.
Könnte allerdings gut als Grundlage für weitere Ausarbeitungen oder Gedankengänge dienen. Ich hoffe, dass mir diese Folien zur Verfügung gestellt werden können.
17:08
Nächste Session wird von 2 Studenten gehalten, die gemeinsam an einer Examensarbeit über “Blog- und Bloggertypologien” schreiben. Dabei wird erstmal zwischen Filter-Style und Free-Style unterschieden. Während Filterblogs eher Links präsentieren und kommentieren, schreiben beim Free-Sytle Blogs die Autoren eigene Texte. Alle folgenden Unterscheidungsfälle sind dreier Tupologien. Diese Examensarbeit könnte vielleicht interessant sein, wenn man sich auf einer Meta-Ebene mit Blogs beschäftigt. Die Session an sich ist zwar sehr gut besucht, allerdings nichts wirklich neues (inhaltlich).
15:47
Tim Leberecht arbeitet für frog design in Silicon Valley. Er erzählt nicht nur von seinen zahlreichen Erfahrungen sondern stellt sich auch selbst die Frage “Warum?”. Warum brauchen wir Innovationen überhaupt? Warum wollten Unternehmen alle dauernd Innovationen?
Schön ist dabei etwas über den Unterschied der Innovationskultur zwischen Europa und Amerika zu hören. Während in Deutschland es darum geht möglichst viele Erfolge zu haben, geht es in USA damit möglichst viele Erfahrungen (Failures) gemacht zu haben.
15:10
Das Problem beim wechseln zwischen dem Palast/QCC und der Kalkscheune ist derzeit der Regen in Berlin.
14:42
Thomas Praus erzählte dabei von dem Wert einer Idee. Wie kann ich diese Messen (ist sie überhaupt messbar)? Mit Flowcharts (von u.A. Procter&Gamble) beschreibt er auch die Herkunft der Innovationen.
Seine sehr schöne Präsentation hat er übrigens mit Prezi erstellt.
14:31
In dem Track “innovators by fire” stehen Innovationen und Ideen im Vordergrund. Super ist dabei die entspannte Athmosphäre im Quatsch Comedy Club. Ausreichend Sühle und Tische. Auch das Licht ist angenehm gedämpft. WLAN funktioniert hier übrigens sehr gut.
12:46
Meine Frage konnte ich auch stellen. “Sollte der Staat mitmischen, weil die Qualität des Netztes immer weiter sinke?” Denn es werden immer mehr Nutzer im Netz, und es werden immer größere Datenmengen verschickt (statt Text-Chats und Blogs werden Videoinhalte und Video-Chat konsumiert).
Auch die Frage, ob sich das Internet sonst zu stark zu den großen Unternehmen (Medienkonzernen) entwickelt ohne auf den kleinen Nutzer einzugehen, fanden viele andere interessant. Leider von der Behörde “Bundesnetzagentur” nur unzureichend/ausweichend beantwortet.
Eine interessante Feststellung einer Teilnehmer: Es wird viel über den Markt gesprochen, aber nicht über den Staat und das Recht auf Internet.
12:32
Bundeszentrale Verbraucherschutz und Chaos Computer Club sind sich einig: Der Staat muss mitmischen. Bundesnetzagentur hält dagegen und macht sich die Teilnehmer/Zuhörer zum Feind.
Schon nach 25 Minuten wurde die Diskussion für Teilnehmer geöffnet. Das Thema ist hier stark polarisiert. Handzeichen haben ergeben: Nur 1% aller Anwesenden weiß, wie sich sein Netzbetreiber verhält. Und das bei so einem gebildeten/interessierten Publikum.
12:20
Wut auf die Politik, welche nur sagt “Der Markt wird das schon richten”. Der Begriff “Internet” muss von höchster Ebene definiert werden muss. Ist Internet einfach nur ein Zugang (auch in schlechter und beschränkter Qualität) oder eine Anforderung, dass ich im Internet machen kann was ich möchte (z.B. Internet-Telefonie). Habe mich persönlich dazu entschlossen selber eine Session (wahrscheinlich auf dem Webmontag) zum Thema “Netzneutralität” zu halten.
Natürlich auch eine spannende Frage: Haber wir ein Recht auf freies Internet und den Zugang dazu?
Wichtige und richtige Aussage: Angebote und Telekommunikationsdienstleister müssen transparent sein. Endverbrauchen müssen wissen, was sie kaufen und wie der Provider agiert.
12:03
Wir haben uns nun aufgeteilt. Während sich Sebastian mit Community-Management (vorgestellt von Zeit Online) beschäftigt, besuche ich meine erste Netzneutralität-Session.
Das Bundesministerium für politische Bildung hat Sprecher zur Podiumsdiskussion geladen um die Situation von Netzneutralität in Deuschland und Europa zu sprechen.
Finde ich super, dass sich ein Ministerium für sowas einsetzt. Allerdings ist alles was auf bpb.de zu diesem Thema zu finden, eine Pressemeldung, dass diese Session auf der re:publica gehalten wird.
11:27

11:24
Kleiner Kritikpunkt an der re:publica sind die kleinen Räume in der Kalkscheune. Die Kalkscheune ist als Lounge und Treffpunkt super (und ich ziehe sie dem Palast vor), aber meistens ist der Andrang zu groß für die Räumlichkeiten.
11:12
Die Deutsche Welle macht einen Workshop über ihre Social Media Practice. Erstmals ein Workshop auf der re:publica, der von Anfang an die Teilnehmer mit einbezieht. Außerdem bekam ich gerade das erste Whitepaper in einer Session ausgeteilt.
Warum? Distributionskanal, Kommunikationskanal, Interaktionsmöglichkeit mit den Höhrern/Nutzern, Inhalte nachhaltig präsentieren (da sie sich schnell versendet haben)
10:45
Schnell noch die zweite Hälfte von Bente Kalsnes gehört. Eine Plattform für Lokaljournalisten und die Community um Lokalzeitungen zu retten. Leider keine deutsch- oder englischsprachigen Quellen dazu gefunden.
10:38
Leider leicht verspätet angekommen. Deshalb dominiert derzeit der Track “Online Journalism”.
09:00
Frühstück beendet. Auf gehts zum zweiten Tag. Persönlich große Vorfreude auf etwas Netzpolitik.













15 April 2010 um 10:06
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von jedimax erwähnt. jedimax sagte: Statt Netzpolitik dann doch Online Journalism! Coverage zum 2.Tag der #rp10 #republica http://blog.posar.de/coverage-republica-2-tag/399/ [...]
12 Mai 2010 um 09:46
Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.