Coverage: re:publica 3. Tag

am 16 April 2010 von Max

Der letzte Tag der re:publica. Das heißt zwar, dass die Veranstaltung sich gegen Ende neigt, aber wir schauen noch gespannt auf ein ganzes Drittel des Programms. Deshalb werden wir auch heute so gut berichten, wie es unsere Internet-Verbindung erlaubt.

19:13
Dankeschön an alle Personen, die auf der re:publica geholfen haben. Danke vor allem an Andrea und Johnny Haeusler, Markus Beckedahl und Andreas Gebhard.

18:50
Unglaublich spontane und kreative Abschlussveranstaltung. Johnny Haeusler hatte geplant, ein 10 minütigen Skype-Videochat mit Twitter-Gründer Biz Stone zu machen. Leider schaffte es dieser nicht ganz pünktlich. Dafür sangen alle Anwensenden gemeinsam die Karaoke von “Queen – Bohemian Rhapsody”. Unglaubliches Event. Videos davon dürften sehr bald auf YouTube hochgeladen sein.
Perfekter Ausklang bietet nun die Kalkscheune mit Musik und Bier.

17:40
Die letzten Veranstaltungen kommen zum Ende. Die re:publica wird in 20 Minuten mit der Abschlussrede von Markus Beckedahl enden. Anschließend: Große Abschlussfeier.

17:20
Sehr unverschämt ist die Session über Mode-Blogger und Mode-Photographie. In der zweiten Sesion wird man knallhart herausgeworfen bzw nicht geduldet, wenn man bei der ersten Session nicht anwesend war. Geschlossene Gesellschaften sollte es eigenlich auf der re:publica nicht geben.

16:50
Ein guter Überblick über die Dont’s der Blogosphäre und eine gute Analyse. Meine persönliche Meinung: er sollte ein Buch schreiben oder vielleicht eine Kabarett-Show. Leider gibt es keinen Video-Mitschnitt oder gute Folien dazu.

16:36
Für Blogger sehr wichtig, nicht nur für Techblogger. Sascha Pallenberg zeigt eine neue Sicht auf die großen Techblogs indem er die Unterschiede aufzeigt und die Seite auch eher von Usability her.
Seine drei Regeln für nen guten Techblog: “Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken”

16:04
Blogger Sascha Pallenberg ist definitiv ein Highlight der re:publica. Es wird deutlich merklich, das der Raum (welcher vorher gut besucht war) wegen seiner Session nun überrannt wird.

15:52
Kontaktdaten 2.0 – Speaker Bastian Dietz hat nicht nur Email und Twitter-Account als Kontaktmöglichkeit auf seiner Folie angegeben, sondern auch seinen World-of-Warcraft Account.

15:30
Schöne Visualisierungen von Politik im Web: Wahlradar.de.

15:25
Am dritten Tag und ich wundere mich über noch über die Personen, die in der Session die gesamten Folien abtippen. Kann man den Sprecher nicht nach der Folie frage, abfotographieren oder sich den Stream im nachhinein angucken.
Die Person vor mir ist auch sehr schön zu beobachten. Da werden sogar ganze Grafiken/Diagramme und Informationstabellen abgetippt.

15:15
Schönes Zitat aus der Shell-Jugendstudie. Bei Jugendlichen: Interesse an Politik steigt, aber Interesse an Partei-Politik sinkt.
Aber was die Europäische Union unter Partizipation versteht sind Malwettbewerbe. Kommentar aus dem Publikum: “Na da haben die (Jugendlichen) ja Bock drauf!”

15:05
Für eine wichtige Sache halte ich übrigens auch “Politische Partizipation Jugenlicher im Social Web”. Leider ist schon der erste Satz etwas ernüchternd: “…, weil da gibt es noch nicht so viel.” Gerade für kleine Communities (Schule, Jugendräte) kann so viel besser organisiert und verbreitet wird.

14:15
Das Upload-Limit von Flickr ist fast erreicht. Im Zweifelsfall gehts dann auf Socialmediathek in Facebook weiter.

dradio.de
Essen in der Kalkscheune

13:53
Kultur pur. Während des Mittagsessens (Chili con carne) dem Live-Interview des DLF Deutschland Radio Kultur lauschen.

13:45
Google und seine Möglichkeiten
Turtle Entertainment
Google und seine Möglichkeiten

13:15
Auch kurzfristig noch eine Session wird von Turtle Entertainment gegeben. Schade, dass nur eine handvoll Menschen anwesend sind. Dabei sieht man doch am Umsatz der Spiele-Industrie und der Spieleranzahl von Farmville wie der Markt des eSports boomt.
Schön war allerdings, dass sich wegen der wenigen Session-Teilnehmer sich diese Präsentation über ESL und eSports zu einer sehr lebhaften Diskussion entwickeln konnte.

12:30
Es ist etwas schade, dass die kurzfristigen Programmänderungen relativ schlecht kommuniziert wurden. So haben ich beispielsweise die Kurz-Sessions (jeweils 15 Minuten) von Johnny Haeusler und Markus Beckedahl verpasst.
- doof: kurzfristige planänderungen schlecht kommuniziert
- esports: turtle entertainment. wichtig für social gaming, aber leider schlecht besucht.

11:13
Schöne Rede von Götz W. Werner. Ganz ohne Folien oder Medien. Tortzdem lauschen gefühlte 500 Menschen seinen Worten über den Wert der Arbeit, des Einkommens und der Gesellschaft. Am besten könnte man “Revolution im Kopf” wohl als Kabarett beschreiben, was stark zum Denken anregt.

10:55
Schöner Hinweis am Ende noch auf ein anderes Projekt. Bei co:llaboratry. Dabei geht es um eine breite Meinungsumfrage von Experten um diese dann mit Politikern zu diskutieren.

10:38
Unglaublich, man lernt immer tewas dazu bei Google. Spreadsheets ist nicht nur Excel. Man kann sogar mit JavaScript neue Menüpünkte anlegen. Auch hier ist die Vernetzung mit vielen anderen Google Diensten möglich. Unglaublich viel Freiraum. “Man kann sogar (wenn man sehr kreativ ist), mit Google Spreadsheets sein eigenes kleines Facebook schreiben.”

10:15
Nicht nur Produktvorstellung von Google. Erklärung der Firmenphilosophie. Interessant wirds nicht nur bei Latitude, sondern auch mit mytracks. Besonders die Beschreibungssprache KLM (eine Art XML für Geo-basierende Daten) hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Auch vielleicht für Google-Freunde sehr empfehlenswert, ist eine Verantaltung, auf die wir gerade aufmerksam gemacht wurden. Die “Google Developer Days 2010″ finden im Oktober 2010 in München statt.
Und wenn man sich bei Google nicht wohl fühlt und wechseln möchte? Google möchte keine Kundenbindung nur, weil die Daten bei Google liegen. Das Project (von Google) namens “Data Liberation”, mit dem man seine Daten aus Google exportieren kann.

10:00
An Bruch des letzten Tages. Im QCC erwarten uns einige Sponsered Talks von Google.

Coverage: re:publica 2. Tag

am 15 April 2010 von Max

Dieser Blogpost gilt als Sammelpost für den zweiten Tag der re:publica 2010 in Berlin.

21:30
Verleihung des BOB-Awards
Laber Flash Mob!
Die BOB-Jury
Kodak
Audience im Quatsch Comedy Club

20:50
Einen gröhnenden Abschluss des Tages bietet der “LABER FLASH MOB!”. Dabei werden unterhaltsamme Geschichten live erarbeitet, wobei es nicht ganz so auf den Wahrheitsgehalt ankommt.

19:30
Gewinner der Kategorie “Best of Blogs – German” ist Der Postillon, welcher sarkastische Newsmeldungen (ähnlich zu “The Onion”) verfasst.
Alle weiteren Gewinner sind unter thebobs.com zu finden.

19:11
Deutsche Welle präsentiert auf der re:publica die BOBs (Best Of Blogs). Dieser Award ist eine der wenigen Auszeichnungen (und sogar international anerkannt), welche für Blogs verliehen werden. Neben der Vorstellung der Gewinner, gibts es vorher einen Rückblick auf die Gewinner der vergangen Jahre (Hall of Fame) und was seitdem so passiert ist. Anschließend gibt es natürlich eine ausführliches Q&A mit den Gewinnern.

18:54
An Kodak sollten sich auch andere Unternehmen mal ein Beispiel nehmen: “Social Media ist zum Teil auch ausgelagerter Custormer Service.” Aber wieso hat eigentlich jeder Redner ein tragbares Microphone, nur bei Kodaks, wird nen Rednerpult benutzt.

18:47
Sehr interessante Session über die Kodak-Socialmedia-Kampagne. Madleen Nicolaus ist noch frisch bei Kodak und berichtet deshalb nicht über das Unternehmen und dessen Geschichte, sondern aktuelle Vorgehen im Social-Media-Bereich.
Ein neues Wort in meinen Wortschatz aufgenommen: Return of Ignoring (Was sind die Kosten, wenn ich Social Media ignoriere?). Daran sieht man, dass Kodak Europa nicht nur Social Media nutzt, sondern sich auch daran beteiligt und weiterdenkte/Innovationen setzt.
Kleiner Wehrmutstropfen ist dann aber doch das Marketing-Video.

18:30
Sebastian Daume
Podiumsdiskussion Netzneutralität
Sixtus im Gespräch

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18:18
Unglaublich, wie schnell man zum Meinungsbildner werden kann. Durch nur 2 gezielte Fragen an die Blogtypologie-Jungs wurde ich zu 2 (nacheinander) Audio-Interviews zum Thema Blogs gebeten. Sowas stärkt das Selbstwertgefühl und bestätigt, dass man die richtigen Fragen stellt.

17:34
Bei der Typologie der Blogger an sich, ist die wichtigste Quelle Technorati. Dort werden die Blogger nach der Grad der Professionalisierung differenziert: Hobbyists, Part Timers, Self-Employeds, Corparate Blogger.

17:24
Die Blogtypologie-Session ist ein gutes Sammelsorium von verschiedenen Quellen. Allerdings wird es schon nach 15 Minuten einseitig, da nur Autoren/Dozenten zitiert werden und deren Unterscheidungen der Blogs erklärt. Zum Teil sind diese Aussagen schon 10 Jahre alt. Ich hätte gerne etwas Neues beziehungsweise persönliche Einschätzung gehört und darüber diskutiert.
Nach der zehnten Quelle, leer sich der Raum bis auf die Hälfte. Eigentlich schade, aber verständlich.
Könnte allerdings gut als Grundlage für weitere Ausarbeitungen oder Gedankengänge dienen. Ich hoffe, dass mir diese Folien zur Verfügung gestellt werden können.

17:08
Nächste Session wird von 2 Studenten gehalten, die gemeinsam an einer Examensarbeit über “Blog- und Bloggertypologien” schreiben. Dabei wird erstmal zwischen Filter-Style und Free-Style unterschieden. Während Filterblogs eher Links präsentieren und kommentieren, schreiben beim Free-Sytle Blogs die Autoren eigene Texte. Alle folgenden Unterscheidungsfälle sind dreier Tupologien. Diese Examensarbeit könnte vielleicht interessant sein, wenn man sich auf einer Meta-Ebene mit Blogs beschäftigt. Die Session an sich ist zwar sehr gut besucht, allerdings nichts wirklich neues (inhaltlich).

15:47
Tim Leberecht arbeitet für frog design in Silicon Valley. Er erzählt nicht nur von seinen zahlreichen Erfahrungen sondern stellt sich auch selbst die Frage “Warum?”. Warum brauchen wir Innovationen überhaupt? Warum wollten Unternehmen alle dauernd Innovationen?
Schön ist dabei etwas über den Unterschied der Innovationskultur zwischen Europa und Amerika zu hören. Während in Deutschland es darum geht möglichst viele Erfolge zu haben, geht es in USA damit möglichst viele Erfahrungen (Failures) gemacht zu haben.

15:10
Das Problem beim wechseln zwischen dem Palast/QCC und der Kalkscheune ist derzeit der Regen in Berlin.

14:42
Thomas Praus erzählte dabei von dem Wert einer Idee. Wie kann ich diese Messen (ist sie überhaupt messbar)? Mit Flowcharts (von u.A. Procter&Gamble) beschreibt er auch die Herkunft der Innovationen.
Seine sehr schöne Präsentation hat er übrigens mit Prezi erstellt.

14:31
In dem Track “innovators by fire” stehen Innovationen und Ideen im Vordergrund. Super ist dabei die entspannte Athmosphäre im Quatsch Comedy Club. Ausreichend Sühle und Tische. Auch das Licht ist angenehm gedämpft. WLAN funktioniert hier übrigens sehr gut.

12:46
Meine Frage konnte ich auch stellen. “Sollte der Staat mitmischen, weil die Qualität des Netztes immer weiter sinke?” Denn es werden immer mehr Nutzer im Netz, und es werden immer größere Datenmengen verschickt (statt Text-Chats und Blogs werden Videoinhalte und Video-Chat konsumiert).
Auch die Frage, ob sich das Internet sonst zu stark zu den großen Unternehmen (Medienkonzernen) entwickelt ohne auf den kleinen Nutzer einzugehen, fanden viele andere interessant. Leider von der Behörde “Bundesnetzagentur” nur unzureichend/ausweichend beantwortet.
Eine interessante Feststellung einer Teilnehmer: Es wird viel über den Markt gesprochen, aber nicht über den Staat und das Recht auf Internet.

12:32
Bundeszentrale Verbraucherschutz und Chaos Computer Club sind sich einig: Der Staat muss mitmischen. Bundesnetzagentur hält dagegen und macht sich die Teilnehmer/Zuhörer zum Feind.
Schon nach 25 Minuten wurde die Diskussion für Teilnehmer geöffnet. Das Thema ist hier stark polarisiert. Handzeichen haben ergeben: Nur 1% aller Anwesenden weiß, wie sich sein Netzbetreiber verhält. Und das bei so einem gebildeten/interessierten Publikum.

12:20
Wut auf die Politik, welche nur sagt “Der Markt wird das schon richten”. Der Begriff “Internet” muss von höchster Ebene definiert werden muss. Ist Internet einfach nur ein Zugang (auch in schlechter und beschränkter Qualität) oder eine Anforderung, dass ich im Internet machen kann was ich möchte (z.B. Internet-Telefonie). Habe mich persönlich dazu entschlossen selber eine Session (wahrscheinlich auf dem Webmontag) zum Thema “Netzneutralität” zu halten.
Natürlich auch eine spannende Frage: Haber wir ein Recht auf freies Internet und den Zugang dazu?
Wichtige und richtige Aussage: Angebote und Telekommunikationsdienstleister müssen transparent sein. Endverbrauchen müssen wissen, was sie kaufen und wie der Provider agiert.

12:03
Wir haben uns nun aufgeteilt. Während sich Sebastian mit Community-Management (vorgestellt von Zeit Online) beschäftigt, besuche ich meine erste Netzneutralität-Session.
Das Bundesministerium für politische Bildung hat Sprecher zur Podiumsdiskussion geladen um die Situation von Netzneutralität in Deuschland und Europa zu sprechen.
Finde ich super, dass sich ein Ministerium für sowas einsetzt. Allerdings ist alles was auf bpb.de zu diesem Thema zu finden, eine Pressemeldung, dass diese Session auf der re:publica gehalten wird.
11:27
Deutsche Welle

11:24
Kleiner Kritikpunkt an der re:publica sind die kleinen Räume in der Kalkscheune. Die Kalkscheune ist als Lounge und Treffpunkt super (und ich ziehe sie dem Palast vor), aber meistens ist der Andrang zu groß für die Räumlichkeiten.

11:12
Die Deutsche Welle macht einen Workshop über ihre Social Media Practice. Erstmals ein Workshop auf der re:publica, der von Anfang an die Teilnehmer mit einbezieht. Außerdem bekam ich gerade das erste Whitepaper in einer Session ausgeteilt.
Warum? Distributionskanal, Kommunikationskanal, Interaktionsmöglichkeit mit den Höhrern/Nutzern, Inhalte nachhaltig präsentieren (da sie sich schnell versendet haben)

10:45
Schnell noch die zweite Hälfte von Bente Kalsnes gehört. Eine Plattform für Lokaljournalisten und die Community um Lokalzeitungen zu retten. Leider keine deutsch- oder englischsprachigen Quellen dazu gefunden.

10:38
Leider leicht verspätet angekommen. Deshalb dominiert derzeit der Track “Online Journalism”.

09:00
Frühstück beendet. Auf gehts zum zweiten Tag. Persönlich große Vorfreude auf etwas Netzpolitik.

Bilder zur re:publica

am 14 April 2010 von Max

Zur schöneren Darstellung und um die Bilder einem breiterem Publikum zugänglich zu machen, haben wir die ersten Bilder auf unserem Flickr-Stream veröffentlicht.

Coverage: re:publica 1. Tag

am 14 April 2010 von Max

Dies ist ein Sammelpost zur re:publica. Deshalb wird dieser Beitrag fortlaufend erweitert.

Ende des ersten Tages
Leider verabschiedet sich gerade das WLAN und UMTS möchte auch keinen Datenaustausch mehr zulassen. Allerdings war die Twitterlesung eher leichte Unterhaltung und die anschließende “Feel free and drink a beer with us at the kalkscheune”-Veranstaltung größtenteils nicht hierfür relevant.

20:50
Tschuldigung, aber irgendwann sollte auch Sascha Lobo ein Ende finden. Genug der Selbstpräsentation und weiter mit einer abwechslungsreichen Diskussion.

20:22
Muss man noch darüber empört sein, dass Sascha Lobo schon nach der Hälfte seine Vortrags sagt, dass er um 20 Minuten überziehen wird.

20:14
Sascha Lobo as it’s best. Heute erzählt er uns über seine subjektive Einschätzungen von verbalen Beleidigungen gegen ihn.
Dabei wird ganz seiner Art unterschieden zwischen Kritik und “Shitstorming” (Flut von unangebrachten Beleidigungen). Warum? Weil das Internet die Realität ist und nicht kontrolliert werden kann. Immerhin gibts auch in der Wirklichkeit Personen, welche “Du bist ein Arschloch!” sagen.

19:50
Es sind nicht ganz so viele Zuhörer bei einer Session anwesend die unter dem Namen “Sex & the internet” gehalten wird. Die amerikanische Sex-Bloggerin Melissa Gita Grant präsentiert ein Internet, wo Sex überall ist. Aber nicht, weil das Internet voll von Pornos ist, sondern weil wir alle Sexualität ausüben. Da der Vortrag recht zügig gehalten wurde und auch die Fragen schnell beantwortete, verwendete die Melissa die rechtliche Zeit mit Chatroulette.
Das war wahrscheinlich auch schon das Highlight des Tages. Um zu zeigen, dass Chatroulette nicht nur für Perverse ist, sondern eine Kommunikationsplattform, wird eine Chatroulette-Session gemacht. Leider schalten von gefühlten 15 Personen 10 sofort weg. 2 dieser Personen, sind allerdings Männer, welche ihr “bestens Stück verwöhnen”. Das war ein unglaubliches Gelächter im Saal.

17:35
Aussage: “Ihr Europäer habt immer Angst davor, dass einzelne Seite gesperrt werden. Im Nahen Osten ist das Blocken brutale Realität.” Das, womit wir unter anderem unser Geld verdienen, existiert dort nicht: Facebook Blocked!, Facebook-Klon Blocked!, Blogger Blocked! YouTube Blocked!. Diese Liste kann man immer weiterführen. Und wenn man doch versucht etwas online zu veröffenlichen? “You just get arrested for some (unknown) time.”

17:24
Mit fast einer halben Stunde beginnt eine Session über internationales Blogging. Eine Podiumsdiskusion mit Bloggern aus USA, Bachrain und China. Interessant zu hören, dass bei politischen Bloggern drei Tabu-Themen existieren: Sex, Religion und Politik.
Das Problem in Bachrain ist das System. Alle Medien (TV, Zeitungen, …) gehören der Regierung und deren Inhalt wird selektiert. Blogger werden als eine Gefahr für das System betrachtet, da sie auf Kommunikation und Meinungsäußerung basieren.

17:07
Kritik: Es wurden keine (oder nur sehr wenig) Zeit für Pausen gelassen. Sessions geraten in Verzug und man kann nicht mal aufs Klo oder an die Bar ohne das Gefühl zu bekommen, dass man etwas verpasst.

17:05
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16:22
Geld verdienen mit Blogs ist nichts zwischendurch. Sehr schöne Richtlinien über den Lifestyle des Full-Time-Bloggers. Dabei geht er besonders auf die Community und Sharing in Netzwerken ein und hat auf seiner Präsentationsfolie aussagekräftige Schlagzeilen.
Und was Blogs besser macht als die Printmedien: Kommunikation.

16:16
Und als nächstes in meinem Zeitplan: “Wie man mit Bloggen Geld verdienen kann” von einem gewissen Sascha Pallenberg, der (nach eigener Aussage) über 10.000 Euro im Monat verdient.
Die ersten Sessions in der Kalkscheune verschieben sich schon um 10 Minuten.

16:08
Die Software mixd.tv ist sowohl interessant, weil sie open source ist und zum anderen weil es ein schönes Konzept ist. Es gab viele rechtliche Streitfragen um Lizenzen (und ähnliches). Danke aber auf jeden Fall an Kristian Müller, der mir einige Test-Codes für die private Beta gegeben hat.

15:13
Auch Workshops werden auf der re:publica angeboten. Name ist etwas verwirrend, weil es net um Zusammenarbeit geht, sondern eher eine Produkt/Dienstleistungs-Präsentation mit anschließender Feedback ist.
Dabei höre ich gerade den Machern von mixd.tv zu. Dabei geht es um eine sehr offene Medienplattform (welche in Python programmiert ist).
Probleme gegenüber normalen Plattformen:
1. Videos finden (ich muss mehrere Seiten durchsuchen)
2. Formate und Zugang (Bei manchen Portalen muss ich mich anmelden oder die Inhalte sind nur über einen begrenzten Zeitraum verfügbar.)
3. Online-Zwang (Ich kann nur das Video ansehen, wenn ich online bin, aber nicht speichern)

14:26
Leider die Session gewechselt und nun erzählt Sven Dietrichs mir etwas über Katzencontent im Internet. Wer Katzenkontent nun für überflüssig hält, der soll mal forschen, was in den Printmedien (am besten mal mit googlealert suchen) zu Katzen zu finden ist.
Interessanter ist vielmehr die Tatsache, dass der Präsentator festgestellt hat, dass die meisten Katzen auf Facebook bereits die maximale Anzahl an Freunden erreicht haben und nun keine neuen Freunde mehr haben können.

14:09
Nächster Vortrag. Eher etwas ruhiges/weniger besuchtes: Die Internet-Kultur in Brasilien. Ronaldo Lemos (Creative Commons Brasilien) fängt an über die “LAN Houses” in Brasilien zu erzählen.
Während meiner Mittagspause auch einen sehr gestressten Mario Sixtus rauchen gesehen.

14:05

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13:25
Jeff Jarvis ist fertig. In meinen Augen ist der Mann ein Genie (und ich hatte den Eindruck, dass die anderen Zuhörer ein ähnliches Bild von ihm haben). Seine Präsentation war sehr gelungen. Er hat es sehr unterhaltsam und wissenswert Präsentiert.
Es gab sehr gute Ansätze und Meinungsbilder zu den Themen von Privacy und Public Content. Ich bin auch sehr bewegt, dass er sogar einige Minuten für mich hatte (was dazu führt, dass er jetzt noch draußen vor dem Saal in einer Traube von Menschen steht). Eine Empfehlung von Jeff war u.A. der Podcast This week in google
Jetzt gehts erstmal in die Mittagspause.

12:10
Jeff Jarvis kann gebrochen deutsch. Seine Session “German Paradox” über die Privatsphäre in Deutschland. Sehr interessant und auch lustig, da er immer mal wieder deutsche Wörter benutzt.
Handabstimmung von J.Jarvis ergab “75% der Anwesenden haben einen Blog”.
Link zum Blogeintrag zur Session

11:53
Jetzt frühzeitiger zum nächsten Vortrag. Im großen Hauptsaal des Friedrichspalasts ist natürlich etwas mehr Platz als in der Kalkscheune. In 5 Minuten kommt Jeff Jarvis auf die Bühne. Schon während dieser kurzen Zeilen füllen sich die Plätze sehr deutlich.
Würde gerne mal ein Foto von oben machen, aber bin froh, überhaupt so nen guten Sitzplatz zu haben.
Mein Beileid an meinen Freund Tom Klose, welcher leider zeitgleich einen Vortrag über “Design thinking” hält. Wird hoffentlich trotzdem voll.

11:41
Ich bin gut auf der re:publica angekommen. Erster Eindruck: Gut besucht. Die 10 Minuten Warteschlange an der Anmeldung ging durch interessante Gespräche schnell vorbei.
Länger war meine erste ausgewählte Session “Social Media und Television” (oder so ähnlich) so überfüllt, dass die Leute teilweise schon vor der Tür standen. Für mich keine Möglichkeit des Zuhörens.
WLAN ist anwesend. Funktioniert teilweise aber nicht so stabil. Stürzt wegen der tausend Benutzer wohl ständig ab.