Papierloser Journalismus aus der Zukunft
am 1 Februar 2010 von MaxScience-Fiction-Movies bilden unsere Vorstellung der Zukunft ab. Unsere Wünsche und Träume, wie das Leben einmal aussehen sollte. Doch wir haben bereits jetzt eine angenehme Möglichkeit bekommen, etwas fortschrittlicheres als in den meisten aktuellen Sci-Fi-Movies zu schaffen. Die Schlüsselwörter dabei sind “papierlos” und “digitale Zeitung“.
Um das schlechte Beispiel der Film-Industrie zu verdeutlichen, bediene ich mich einer Szene, die in den meisten Filmen vorkommt:
Der Hauptakteur steht morgens auf. Er öffnet seine Haustür und der Zuschauer sieht eine total technologisch fortschrittliche Welt. Mit fliegenden Autos. Mit Robotern. Und so weiter. Dann greift der Hauptdarsteller zu seinem Briefkasten (oder auf die Fußmatte vor ihm) und hebt seine “Zeitung” auf. Jede Seite davon ist wie ein hauchdünnes LCD-Display. Die Zeitung ist nicht aus Papier, sondern interaktiv. Mit bewegten Bildern und Videos.
Und genau diese Situation wirft bei mir 2 Fragen auf. Und bei beiden Frage bin ich mir sicher, dass wir es bereits besser machen könnten, als die Filmproduzenten.
Mehrere Seiten:
Wenn jede Seite ein Display ist und bewegte Bilder anzeigen kann, wozu muss man dann noch blättern? Wäre es nicht viel einfacher, nur kurz über die Titelseite zu wischen um die nächste Seite zu sehen? Oder sich mit Hilfe von Hyperlinks (wie auf Websites) durch die Zeitung zu navigieren. Das Blättern ist ein altes Klischee des Print-Journalismus. Ich brauche am Computer auch nicht für jede Website, die ich betrachten möchte, einen neuen Monitor.
Zeitungsauslieferung:
Warum wird die Zeitung jeden Tag geliefert und was passiert mit ihr? Ich denke, dass das Material schon recht teuer und nicht gerade einfach herzustellen ist. Warum also wird jeden Tag ein neuer “Monitor” produziert und ausgeliefert. Und was passiert danach mit damit? Ist es einweg und wird einfach weggeschmissen?
Wenn das Gerät schon über solche Technik verfügt, warum dann nicht einfach nur 1 Gerät besitzen und sich unabhängig von der Uhrzeit einfach die neusten Updates herunterladen? Dies wäre nicht nur günstiger, sondern auch individueller.
Fazit:
Wir brauchen also ein Gerät, welches nur aus EINEM flachen Bildschirm besteht und täglich die neusten Updates (Nachrichten) herunterladen kann. Voilà, das iPad. Denn dieses Gerät hat (bei allen Wünschen, die noch offen sind) bereits jetzt das Potential den Journalismus zu revolutionieren. In der Präsentation wird dies durch die “New York Times App” auch sehr deutlich gemacht. Die Vorteile, uns damit zu beschäftigen, liegen klar auf der Hand:
- Papierlos: Wir müssen nicht mehr täglich gigantische Massen an toten Bäumen (a.k.a. Papier) bedrucken. Das spart Kosten, was die Zeitung günstiger für die Käufer macht und den Verlagen das finanzielle Risiko senkt. Sicherlich wird dies zum Arbeitsplatzverlust in der Druckindustrie führen.
- Mobil: Wir können unsere “Zeitung” von überall aus beziehen. Wir müssen nicht zwingend daheim sein, sondern können sie auch im Urlaub lesen. Wir müssen dazu nicht einmal aus dem Bett raus, sondern nur auf “Update” klicken.
- Interaktivität: Man sieht nicht nur Schwarz-Weiß-Bilder (und einige Bilder in Farbe), sondern hat High-Resolution-Grafiken und Videos in seiner Zeitung. Man kann die Zeitung dann nicht nur lesen, sondern auch schauen (und hören).
- Zeitungebunden: Wenn etwas wichtiges in der Welt passiert, erfährt man nicht am nächsten Tag in der morgen Presse davon, sondern nahezu sofort (je nachdem wann man sein Update macht).
- Personalisierung: Es besteht die Möglichkeit Inhalte individuell anzuzeigen. Dabei kann beispielsweise einem Börsenmarkler andere Artikel auf der Startseite angeboten werden, als einem Literatur-Liebhaber. Natürlich geht damit auch personalisierte Werbung einher. Eine Einnahme-Quelle, welche den Journalismus wieder interessant für Werbung machen.
Sehr schön ist dieses Konzept nicht nur in diesem Video (welches auch als Bildquelle diente) umgesetzt, sondern es zeigt, was wir uns von der Zukunft noch erhoffen können:
Ich freue mich auf den Trend und werde versuchen auch auf den Zug aufzuspringen, sobald er von den Zeitungsverlagen gut genug umgesetzt wird um meine Wochenzeitungen und monatlichen Zeitschriften online zu beziehen. Wenn jemand Informationen über deutsche Zeitungs/Zeitschriften-Verlage hat, bitte verlinkt diese in den Kommentaren. Eure eigene Meinung dazu ist ebenfalls gerne gesehen.





21 April 2010 um 06:24
Du scheinst von dem Thema viel Ahnung zu haben. Freu mich schon auf weitere Posts