Rückblick: Webmontag (01.03) in Ffm

am 2 März 2010 von Max

Wir waren (als Stammgäste) mal wieder auf dem Webmontag in Frankfurt. Man muss sagen, dass einem die Besucher immer bekannter werden, während die Themen wie gewohnt interessant bleiben. Da im Rahmen der Global Ignite Week das Konzept etwas geändert wurde, möchten wir dazu ausführlich unser Feedback geben.

Die Idee

Statt der üblichen 15-minütigen-Vorträge wurde die Zeit auf 5 Minuten gekürzt, in denen der Präsentator 20 Slides (alle 15 Sekunden ein neues Slide mit auto-forwarding) zur Verfügung hat, um das Thema in dieser Kürze interessant und spannend rüberzubringen. Dass die meisten dabei nicht mit auto-forwarding gearbeitet haben ist weniger schlimm. Es ist besser, wenn jemand die Zeit hat, seine Folie noch zu Ende zu erklären.
Wie bereits der Initiator Darren Cooper richtig festgestellt hat: “Man muss offen für Neues sein und auch mal etwas ausprobieren”.

Die Durchführung

Unserer Meinung nach war es etwas schade, dass zwischen den einzelnen Vorträgen immer Pausen von mehreren Minuten entstanden sind. Dies war zwar eine weitere Möglichkeit zu netzwerken und nochmal schnell Meinungen über das gerade gehörte auszutauschen, allerdings wurde der Abend damit unnötig in die Länge gezogen. Auch hatten wir dein Eindruck, dass dadurch leider einige Zuschauer schon vorzeitig gegangen sind.

Das Konzept

Vom Konzept her, muss man sagen “Geschmackssache”. Wir persönlich fanden es einfach zu lange. Außerdem ist es schöner einige weniger Themen (vier oder fünf) zu haben bei denen man etwas tiefer in die Materie kommt, als nur sehr oberflächlich ein Thema zu sehen (und dabei anfangs erstmal nur Begriffsdefinitionen zu hören).

Die Vorträge

Als alter Hase des Webmontags hat Eric “Yatil” Eggert mal wieder einen sehr schönen Beitrag über Accessibility gehalten. Vor allem mit der heftigen Einleitung “We are all disabled” hat er sehr schnell die Aufmerksamkeit auf sein Absicht gelenkt: Das Internet jetzt schon so zu gestalten, dass wir es in 50 Jahren nutzen können (z.B. mit Sehschwäche).

Weniger technisch, aber dafür gesellschaftlich gut war der Vortrag von Jean-Philippe Defiebre, welcher von seinem Projekt/Master-Thesis erzählte. Dabei arbeitete er ein halbes Jahr kostenlos für verschiedene Firmen. Auch wenn es etwas von Eigenwerbung geprägt war, ist doch genau das ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man Self-Marketing betreiben kann.

Einer der nützlichsten Vortrage kam von René Maudrich. Dieser berichtete davon, wie man verschiedene Web-Dienste für berufliche Zwecke einsetzen kann und welche Vorteile dies gegenüber “normaler” Software haben.

Der (meines Wissens) erste Vortrag auf dem Webmontag, der keine Präsentation hatte, ging über “Co-Working”. Bastian Klein erzählte von seiner Erfahrung als Freiberufler und einer Geschäftsidee, welche dabei entstanden ist: mehrere Freiberufler, welche sich ein Büro teilen. Das ganze hat er mit Kaiser79 auch bereits erfolgreich umgesetzt.

Fazit:

Webmontage sind sehr lehrreich und manchen Spaß. Im Vergleich müssen wir aber sagen, dass uns das alte Konzept besser gefallen hat und wir gerne dorthin zurückkehren würden. Allerdings würde uns auch der Ignite-Stil nicht davon abhalten, auf dem Webmontag präsent zu sein.




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